Wein der Könige

 

 

In den kühlen Kellern der Schlösser der europäischen Herrscher befanden sich große Sortimente an europäischen Weinen. In den Königlichen Schlössern in Preußen erfassten die Kellermeister Moselweine, Burgunderweine, ungarischen Tokajer, französische Weine und Champagner.

 

Der Wein war Bestandteil der täglichen Tafelkultur am Hofe. Dabei hatte jeder Monarch seine besonderen Vorlieben. Friedrich der Große zog die französischen Weine allen anderen vor. Lange Zeit trank er auch einfach nur moussierenden Champagner, den er mit Wasser verdünnte.

 

Friedrich II. bevorzugte einen sehr süßen weißen Monbazillac aus dem Anbaugebiet des Bergerac zwischen Toulouse und Bordeaux. Weiterhin ist der Pontiac, ein Wein von einer Rebsorte aus Südwest-Frankreich, in den Weinkellern nachweisbar.

 

Den Rheinwein verschmähte Friedrich II., weil er annahm, dass der Wein Gicht, Podagra (Fußgicht) und Rheumabeschwerden verursachen würde. Im Gegensatz zu seinem Vater, der diesen Wein bevorzugte.